Anfängergeist

Am Anfang steht der Anfängergeist, der nicht nach falsch oder richtig fragt, sondern nur staunend aufnimmt. Wie bei einem Kind, das etwas Neues entdeckt, überwiegt die Begeisterung. Noch meint man sich völlig unerfahren und nicht verantwortlich für sein Tun.
Mit wachsenden Fähigkeiten wird uns aber immer bewusster, dass wir Nichts können. Wir werden kritisch mit uns. Unser Anspruch wächst und wir beginnen, uns zu bewerten und nach Verbesserung zu streben. Dieses Streben beinhaltet aber immer eine gewisse Gier.
Das ist eine ganz normale Entwicklung, die jeder ernsthafte Schüler einer Kampfkunst durchlebt. Wichtig ist es, diese Entwicklung zu erkennen und weiter zu üben. Es wäre fatal, wenn wir in diesem Zustand des Strebens verweilen würden. Genau so hinderlich für die Entwicklung wäre es aber auch, uns zu kritisieren. Gedanken, Gefühle, Dinge kommen und gehen. Wir müssen uns nicht darum bemühen.
Kehren wir immer wieder zum Anfängergeist zurück und betrachten jeden Moment als etwas Neues und Einmaliges. Dadurch wird alles was wir tun zu etwas Besonderem.

 

 

 

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